Gedanken zum inneren Frieden

Gedanken zum inneren Frieden

Beitrag auf der Mahnwache für den Frieden am 17.11.2014 in Cottbus

von Friedensmann

Wir haben bisher immer gesagt: Frieden muss bei jedem selbst beginnen, aber immer taucht die Frage auf, Wie denn? Was denn? Wie soll das aussehen?

Ich habe mir diesbezüglich ein paar Gedanken gemacht. Längst nicht vollständig, aber vielleicht ein Anfang. Der Grundstock für friedliches Verhalten ist nicht nur Bildung, sondern in erster Linie Erziehung, bezogen auf frühkindliches Alter. Wenn ein Kind ein anderes schlägt oder ihm etwas wegnimmt, hat das etwas mit Erziehung zu tun und nicht mit Bildung.

Erziehung klingt streng. Erziehung hat nichts zu tun mit Drill, mit Willen aufzwingen, Willen brechen, jemand unterdrücken. Erziehung kann sanft und spielerisch erfolgen über den Verstand. Ist natürlich schwieriger als mit der „ Keule“.

Friedliches Verhalten wird in frühester Kindheit geprägt, in dem man sich mit den Kindern oder Enkelkindern beschäftigt, ihnen die Grundwerte des Lebens auf spielerische Weise, mit Geschichten erzählen, Märchen vorlesen, näher bringt, ihnen die Natur erklärt, ihnen friedliches Zusammenleben vorlebt und nicht wie es oft praktiziert wird, um Ruhe zu haben, einfach die Kinder vor dem Fernseher parkt, und das über Stunden. Da beginnt die Verblödung, die gewollte.

Junge Eltern und die einmal welche werden wollen, versucht Euch das bewusst zu machen. Fangt an, euch mit euren Kindern, Enkelkindern zu beschäftigen, zeigt ihnen, wie das wahre Leben ist, wie die Natur tickt, stellt die Einheit wieder zwischen Mensch und Natur her. Zeigt ihnen die kleinsten Wesen unserer Erde, Ameisen, Käfer usw., erklärt ihnen ihre Wichtigkeit. Solche Menschen kommen dann später nicht auf die Idee, andere Menschen zu töten. Sie haben Ehrfurcht vor dem Leben, um mit Albert Schweitzer zu sprechen.

Bisher habe ich über Kinder berichtet. Aber wie sieht es bei Erwachsenen aus? Wie werden bzw. bleiben wir friedlich, finden zu unserem inneren Frieden? Jeder versteht etwas anderes unter Frieden. Sei es der innere Frieden oder der äußere. Frieden beginnt bei jedem selbst und kann nicht per Gesetz verordnet werden. Bleiben wir beim inneren Frieden als Grundlage für den äußeren, der so schwer zu machen ist. Leichter fällt es uns, das Gegenteil von innerem Frieden zu definieren: Stress, negative Gefühle wie Angst, Hass, Sorgen, Einsamkeit, Misstrauen, Verzweiflung, Verbitterung, Kränkung und Wut. Manche Menschen beschreiben den inneren Frieden mit Worten wie:

  • innerem Gleichgewicht,
  • Leichtigkeit,
  • Unbeschwertheit,
  • Harmonie,
  • Glück,
  • Ausgeglichenheit,
  • Stille und
  • Losgelöstheit

In deinem Körper empfindest du Leichtigkeit, Entspannung oder Ruhe. Wir können den inneren Frieden auch über unser Verhalten und unsere Gedanken beschreiben. Wenn wir inneren Frieden verspüren, dann haben wir kaum das Bedürfnis

  • uns mit anderen zu vergleichen und uns mit diesen zu messen; wir bleiben bei uns
  • haben wir kaum das Bedürfnis über Zukunft oder Vergangenheit nachzugrübeln; wir genießen den Augenblick
  • haben wir kaum das Bedürfnis uns zu verurteilen; wir nehmen uns an, wie wir sind
  • haben wir kaum das Bedürfnis andere zu verurteilen; wir nehmen diese an, wie sie sind
  • haben wir kaum das Bedürfnis anderen zu misstrauen und diese zu kontrollieren; wir vertrauen ihnen

Wenn wir inneren Frieden verspüren dann

  • empfinden wir ein Gefühl von Dankbarkeit
  • fühlen wir uns mit anderen verbunden
  • fällt es uns leicht, zu lachen
  • vertrauen wir darauf, dass es für alles eine Lösung gibt

Wie findet man inneren Frieden ?

Innerer Frieden ist kein dauerhafter Zustand – außer wir werden Buddhist, meditieren täglich mehrere Stunden und gelangen so zu großer innerer Balance, für jeden von uns eher schwer zu realisieren. Wir Normalsterblichen müssen uns den Zustand des inneren Friedens immer wieder aufs Neue zurückerobern, da wir emotional nicht so gefestigt sind, dass wir die täglichen Probleme einfach so wegstecken können.

Hier einige Strategien, die uns helfen können, unseren inneren Frieden wieder herzustellen, über die Veränderung unseres Bewusstseins.

TIPP 1: Sucht und fördert den Kontakt zu Menschen, von denen ihr euch verstanden, geliebt und unterstützt fühlt.

TIPP 2: Macht es euch zur Gewohnheit, vor dem Einschlafen den Tag nochmals Revue passieren zu lassen und vergebt euch und anderen Menschen Fehler und Ungeschicklichkeiten.

TIPP 3: Reserviert euch täglich eine bestimmte Zeit – etwa vor dem Einschlafen, in der ihr euch bewusst macht, wofür ihr dankbar sein könnt. Dankbarkeit ist ein wichtiger Schlüssel für die Erlangung inneren Friedens.

TIPP 4: Lernt, zu akzeptieren, was auch geschieht – für den Augenblick. Danach könnt ihr entscheiden, ob ihr es ändern möchtet und auch könnt.

TIPP 5: Besucht regelmäßig Orte oder Plätze, an denen ihr euch wohlfühlt.

TIPP 6: Notiert euch die Dinge, die momentan euren inneren Frieden stören. Dann handelt und beseitigt diese Störenfriede, wenn das möglich ist. Dinge, die ihr nicht ändern könnt, lernt sie zu akzeptieren (vgl. WOLF).

Dann bin ich weiter der Meinung, dass Liebe die alles entscheidende Grundlage für Frieden ist. Ohne Liebe kein Frieden. Wenn man Liebe aussendet, bekommt man sie doppelt und dreifach zurück. Es gibt ein wunderschönes Buch von Erich Fromm: „Die Kunst des Liebens“ von 1956, nach wie vor aktueller denn je. Er schreibt in seinem Buch über Themen wie:

  • Liebe zwischen Eltern und Kind
  • Nächstenliebe
  • Mütterliche und väterliche Liebe
  • Erotische Liebe
  • Selbstliebe
  • Liebe zu Gott
  • Verfall der Liebe in der westlichen Zivilisation usw.

Was sind für mich grundlegende Dinge für ein friedliches Miteinander, für meinen inneren Frieden?

  • echte Freundlichkeit aussenden,
  • Hilfsbereitschaft praktizieren,
  • helfen wirklich nur dort, wo Hilfe wirklich gebraucht wird,
  • achtsam sein aufeinander,
  • Dinge anderer Menschen neidlos anerkennen,
  • sich verantwortlich fühlen, für Dinge die einem unmittelbar umgeben,
  • streiten und Kompromisse schließen,
  • einfühlen in Situationen,
  • immer versuchen im jetzt zu leben, nicht grübeln über Vergangenheit und Zukunft, Pläne machen, ja, aber nicht grübeln. Es kommt eh anders, als vorausgegrübelt.
  • nicht bei jeder Kleinigkeit aus der Haut zu fahren,
  • gelassener zu sein, gelassener zu reagieren,
  • zuhören können,
  • andere Meinungen zu akzeptieren, darüber nachzudenken……

Gedanken zum inneren FriedenWas mich ganz besonders mit innerem Frieden beseelt, ist die Praktizierung der Quantenheilung, die übrigens jeder lernen kann. Anderen Menschen bei gesundheitlichen Problemen schnell und unkompliziert versuchen zu helfen und dabei die Freude des Menschseins zu erfahren. Wäre fast in jeder Familie ein jemand, der die Quantenheilung praktizieren würde, es wäre nicht auszuhalten, wie friedlich diese Welt wäre.

Klingt total verrückt, ist es aber weiß Gott nicht. Gibt auch ein Forum im Internet, z.B quantumentrainment-forum.de. Wer Interesse hat, kann sich gern an mich wenden oder googelt selber.

Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.

Bildquelle:
Dr. Stephan Barth  / pixelio.de

Literaturquelle:
WOLF, D.: Innerer Frieden – was ist das & wie erlangt man ihn? https://www.palverlag.de/inneren-frieden-finden.html (04.03.2015).

One thought on “Gedanken zum inneren Frieden”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.